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Was kostet eine Webseite?

Wenn ich erzähle, dass ich beruflich Webseiten und Onlineshops erstelle, ist in Gesprächen häufig die erste Frage „Was kostet so eine Webseite bei dir?“

Die Frage ist aber nicht ganz so einfach beantwortbar, denn man könnte genauso fragen „Was kostet ein Auto?“ oder „Was kostet ein Haus?“ Die Antwort auf diese Fragen ist normalerweise „Das kommt darauf an…“

Ja auf was kommt es denn an? 🤔

Möchtest du einen 15 Jahre alten Skoda Fabia oder einen neuen Mercedes? Mit oder ohne Klimaanlage? Praktisch oder sportlich? All diese Faktoren bestimmen am Ende den Preis.

Im Fall einer Webseite ist das genauso.

Design

Möchtest du ein angepasstes Template „von der Stange“ oder ein individuell abgestimmtes Design mit einem auf dein Business ausgerichtetem Konzept? Eine Landingpage für ein Produkt, benötigt vielleicht weniger Zeit in der Erstellung als die Entwicklung einer kompletten Webseite, wo es noch kein CD oder Konzept gibt.
Der Kunde kann je nach eingeplantem Budget natürlich auch entscheiden, ob er ein zugekauftes optisch Template an sein Unternehmen (Farben, Logo, Schriften) angepasst oder eine individuell gestaltete Webseite haben möchte.

Features

Möchtest du nur eine einfache „Visitenkarten“-Webseite oder möchtest du über die Webseite Produkte verkaufen, Terminbuchungen entgegennehmen oder evtl. FAQs über einen Chatbot abwickeln?
Die Zeit, die man als Webentwickler*in investiert, erhöht sich mit den Anforderungen an die Webseite. Wie man sieht, gibt es hier einige Features und variable Aufwände, die eine Webseite betreffen und daher muss man alle Faktoren im Vorhinein abklären um einen Preis nennen zu können.

Beratung

Ein großer Punkt in der Erstellung einer Webseite ist natürlich auch die Beratung. Viele Kunden wissen oft gar nicht, was sie möchten und hier stehen Webdesigner/entwickler beratend zur Seite. Ausgebildete Webdesigner mit langjähriger Erfahrung, wissen genau, wie man eine Webseite gestalten muss, damit sie die jeweilige Zielgruppe anspricht. Neben der Farbenlehre und Wissen um das Thema User Experience gibt es noch zahlreiche weitere Punkte, die man dabei beachten muss. Daher kommen kommen wir gleich zum nächsten Punkt.

Ausbildung und Erfahrung

Neben der Gestaltung und Entwicklung der Webseite bezahlt man bei einem Webdesigner*in oder Webentwickler*in natürlich auch für die Expertise, die sich der Webdesigner*in/-entwickler*in in mehreren Jahren durch Ausbildung und Erfahrung angeeignet hat. Ebenso gilt es in dieser Branche ständig am Ball zu bleiben und Skills in neuen Technologien oder Software zu besitzen. Die Ausbildung dafür kostet Zeit und Geld und hat natürlich auch seinen Wert. Diesen Wert bekommt man als Kunde bei der Erstellung einer Webseite durch einem erfahrenen Webdesigner*in/Webentwickler*in in Form von Expertise und Beratung.

Nebenkosten

Was man natürlich nicht vergessen darf, sind die Kosten, die ein Webdesigner oder -entwickler trägt. Diese Kosten sieht der Kunde zwar nicht direkt in seiner Webseite, aber ein Webdesigner muss diese Kosten auch in seinen Stundensatz miteinbeziehen.

Hardware

Um eine Webseite zu entwickeln, benötigt ein Webentwickler natürlich einen Computer oder Laptop. Bei manchen Webdesignern kommen dann noch weitere Geräte wie zB. spezielle Tablets für Grafikdesign und die Erstellung von Illustrationen hinzu. Für diese Geräte kommen hin und wieder Reparaturkosten hinzu oder müssen ersetzt werden. Strom und Internet kommen da auch noch dazu.

Lizenz-Gebühren für Software

Dazu zählen zB. Lizenzgebühren für Software wie für Programme aus der Adobe-Suite. Bei der Entwicklung mit dem CMS WordPress fallen auch immer wieder Lizenzgebühren für benötigte kostenpflichtige Plugins an. Für das Testen von unterschiedlicher Darstellung auf mobilen Geräten bezahlt man Lizenzgebühren für Browser-Testing-Tools.
Und das waren nur ein paar Tools, die ich hier aufzähle. Je nach Entwicklung gibt es noch weitere notwendige Tools.

Gewerbliche Gebühren

Neben den Lizenzkosten für Software zahlt man als Selbstständiger auch noch Einkommensteuer, Sozialversicherung und evtl. andere Gebühren

Webseite um 400€

Im Netz schwirren viele Angebote ala „Webseite um 400€“ herum. Wenn man den obigen Text nochmal durchgeht, dann sollte einem sofort klar sein, dass dieser Preis wirtschaftlich nicht funktionieren wird. Meistens sind solche Angebote dann reine „Lock“-Angebote, um Kunden zu fangen, ihnen ein Standard template zu verkaufen und eher auf Massenanfertigung statt individuelle Entwicklung setzen. Viele dieser Angebote beinhalten auch meistens kaum Änderungsspielraum bzw. alles dann nur gegen Aufpreis. In manchen Fällen, werden solche Webseiten auch von Studenten angeboten, die sich nebenbei etwas Geld dazuverdienen wollen.
Auf den ersten Blick kann so eine Webseite schon ganz ok aussehen – aber meistens sieht man auf den zweiten Blick schon, dass das Gesamtpaket nicht stimmig ist. Oft auch gleich erkennbar an deutlichen Darstellungsfehler oder auch schlecht erstelltem Code – den sieht man evtl. als User nicht – ist aber für Performance und Suchmaschinen sehr wichtig.

So sollte klar sein, dass eine Webseite keine 400€ kosten kann. Daher distanziere ich mich als Webdesigner/-entwickler von solchen Angeboten und berechne meine Preise realistisch nach den anfallenden Aufwänden. Der Kunde soll nicht zu viel bezahlen – es soll jedoch auch nicht kostenlos gearbeitet werden. Professionelle Agenturen und Webdesigner/-entwickler kennen ihren Wert und ihre Kosten und bieten daher Webdesign zu angemessenen Preisen an.


Ich hoffe, dieser Artikel hat dir einen besseren Einblick gegeben, was alles hinter einem Preis einer Webseite steckt.

Hat dir dieser Blogartikel gefallen? Lass mir doch einen Kommentar da und sag mir, was du zum Thema Webdesign Preise sagst!

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