riversurfing city-wave vienna

In den letzten zwei bis drei Jahren habe ich mich im Riversurfen oder besser bekannt als Rapid Surfing auf der künstliche Welle city-wave in Wien versucht. Es ist wirklich cool, dass man in einem Land ohne Meeranschluss dennoch surfen lernen kann. Es macht richtig viel Spaß, am Board zu stehen und ich glaube es macht auch ein bisschen süchtig. Nachdem die Saison vorbei war, dachte ich „wieso nicht mal auf einer echten Welle im Meer surfen?“

Da ich geplant hatte, zwei Wochen in Portugal mit coworken zu verbringen, habe ich auch gleich eine Woche SurfCamp bei The Surfexperience in Lagos gebucht.
Das Surfcamp befindet sich im Stadtzentrum und daher kann man den restlichen Tag nach den Surfstunden damit verbringen, die Stadt besser kennen zu lernen. Das Team ist wirklich cool und ich habe die Zeit im Surfcamp sehr genossen. Vor der Surfwoche hatte ich überhaupt keine Ahnung wie man am Meer surft, aber die Kurse sind wirklich anfängerfreundlich und das Team zeigt einem ganz genau, wie man es am besten anstellt, eine Welle zu surfen und auch seine Surf-Fähigkeiten verbessern kann.

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Ein Tag im Surfcamp

Der Tag beginnt mit einem köstlichen Frühstück auf der Terrasse. Anschließend haben sich die Teilnehmer mit den Instruktoren vor dem Camp getroffen und sind sind zum 100m entfernten Lager gegangen um die Busse mit Surfboards und Equipment zu beladen. Jeden Tag haben die erfahrenen Surflehrer in der Früh anhand von Wellengang und Skills der Teilnehmer entschieden, an welchen Strand es geht.

Am Strand angekommen, haben wir uns die bereitgestellten Neoprenanzüge angezogen und haben anschließend mit Aufwärmübungen gestartet. Am ersten Surftag wurden anfangs Trockenübungen am Board gemacht, damit die Instruktoren die richtigen Moves zum Surfen vermitteln können. Danach waren wir schon bereit, um diese im Wasser anzuwenden. Seltsamerweise funktioniert es am Anfang am Trockenen perfekt und im Wasser macht man alle anders 😉 Es sieht vom Strand aus auch viel einfacher aus, als es ist. Und vor allem habe ich total unterschätzt, dass surfen am Meer wirklich anstrengend ist. Das Riversurfen ist da doch etwas einfacher. Aber sobald man die erste Welle erwischt und vom Board aufsteht, macht es so sehr Spaß, dass man sofort nochmal will. Nach nur zwei bis drei Stunden üben, haben es schon fast alle Surfanfänger geschafft, auf der Welle aufzustehen und nicht vom Board zu fallen. Das Erfolgserlebnis war also schon am ersten Tag da.

Nach beendeter Surf-Session konnten wir unsere Batterien mit dem am Morgen vom Team zubereiteten Mittagessen in der Sonne am Strand auffüllen.

Zurück im Camp hat man nach Ausladen der Busse genug Zeit, um die Stadt oder die Stränge in der Nähe zu erkunden. Zu Fuß erreicht man in Lagos fast alles innerhalb von 20-30min.
Ich hatte aber ein paar Projekte, an denen ich gearbeitet habe, daher verbrachte ich die Nachmittage nach der Surfsession mit meinem Laptop öfters auf der Dachterrasse vom Surfcamp oder in nahe gelegenen Cafés. Auf der Dachterrasse gibt es übrigens auch eine Bar. Abends trafen wir uns gemeinsam dort auf 1-2 Drinks.

Zusammenfassung meiner SurfWoche

Die ersten drei Tage sind extrem anstrengend – vor allem wenn man nicht der allersportlichste Typ sit. Ich hatte einen Muskelkater am ganzen Körper 😅, aber es hat einfach so viel Spaß gemacht den immer besser werdenden Fortschritt am Surfbrett zu sehen, so dass man gegen den Muskelkater ankämpft und ihn ignorieren muss. Nach ein paar Tagen gewöhnt man sich daran und ich konnte schon erkennen, dass ich schon viel besser war, als am ersten Tag – okay immer noch komplettes Anfängerlevel – aber dennoch wusste ich dann schon viel besser, was ich tun muss, damit es besser funktioniert.

Ich kann eine Woche im „The Surf Experience“ wirklich empfehlen. Auch wenn es anstrengender ist, würde ich eher eher empfehlen, fünf bis sechs Tage in Folge zu buchen, als nur einen einzelnen Drei-Stunden-Kurs. Die Lernkurve ist so viel besser und ich fühlte mich erst am dritten Tag richtig sicher am Board. Und außerdem ist man nach einem Tag so erschöpft, dass man vermutlich nicht am Folgetag nochmal buchen würde, daher lieber gleich eine ganze Woche 😉
Ich habe in Portugal auch Leute getroffen, die sich einfach ein Board ausborgen, und es auf eigene Faust versuchen – ich empfehle aber jedem schon rein aus Sicherheitsgründen, einen Kurs zu buchen, um die wichtigsten Dinge zu lernen, die man beachten muss.

Ich hoffe, dass ich schon bald wieder am Surfbrett stehe. Ich hoffe dieser Artikel hat dir vielleicht dabei geholfen, einen besseren Einblick in das Surfern als Anfänger zu bekommen.

Schreib doch in die Kommentare wie und wo du surfen gelernt hast!

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