oder: Warum ich zu bloggen beginne

Hallo,

ich bin Andreas, Webdeveloper und UX/UI designer aus Wien, Österreich und das ist mein allererster Blogartikel.

Zuallererst muss ich sagen: es handelt sich hier nicht um einen reinen Travelblog oder reinen Developerblog. Ich möchte einfach mein Leben als Webdeveloper und meine Leidenschaft zum Reisen mit der Welt teilen. Okay, zumindest mit einem Teil der Welt 😉

In den letzten paar Wochen sind mir viele positive Dinge passiert, die mein Leben verändert haben – bzw. zumindest meine Sicht auf mein Leben. Und ja, das genau in 2020 – dem „Corona-Jahr“. Ich möchte hier daher meine Gedanken und Erlebnisse veröffentlichen, denn ich glaube, dass es da draußen evtl. noch viele weitere Menschen gibt, die sich in der selben Situation befinden, wie ich vor ein paar Monaten als ich nach Jahren in meiner 9-5-Job-Routine gesteckt bin. Ich möchte diese Menschen daher mit meinem Blog zum Denken anregen.

Nach über 10 Jahren als angestellter Webentwickler in einer Werbeagentur in Wien habe ich mich dazu bewegt, meinen Job zu kündigen. Nicht falsch verstehen, es war ein wirklich toller und auch gut bezahlter Job mit einem richtig coolen Chef und ich konnte mir in den Jahren viel Erfahrung und Wissen aneignen – aber nach so langer Zeit, ist es einfach nicht mehr das selbe und oft habe ich auch die täglichen Probleme in der Arbeit dann auch nicht im Privatleben abschalten können. Die tägliche Routine hat mich gefangen und das war auf Dauer einfach viel Belastung. Somit war es einfach Zeit für Veränderung und etwas Neues.

Ich spielte schon monatelang mit dem Gedanken, den Job oder die Agentur zu wechseln, nur um einen guten Tapetenwechsel zu bekommen. Aber nach so vielen Jahren, wachsen einem das Umfeld, Mitarbeiter und auch meine Kunden, die ich jahrelang betreut habe ans Herz. Vorteile und Nachteile hielten sich die Waage. Das war aber kein Optimalzustand und daher brauchte ich Veränderung – inkl. all den Ängsten vor Risiken.

Raus aus der Komfortzone!

Das ist wohl der Satz, den man schon sehr oft gehört hat. Motivierende Sätze auf Bildern sieht man sehr oft im Internet, aber die Umsetzung ist nicht ganz so einfach. Nach all den Jahren war dieser Schritt nicht einfach für mich, aber ich spürte in mir immer mehr den Drang zu mehr Flexibilität und Ortsunabhängigkeit. Somit stand es für mich fest, den Arbeitsplatz nach über 10 Jahren zu verlassen.

Und was nun?

Mein Plan war, die Zeit danach so nutzen möchte, so dass ich einen Einblick das Leben von digitalen Nomaden bekomme. Ich wollte also wo anders sein – vor allem irgendwohin, wo es im November wärmer ist als in Österreich – aber nicht nur Urlaub machen, sondern von dort auch zu arbeiten arbeiten. Durch Zufall habe ich ein paar Wochen vor meinem letzten Arbeitstag eine Ausschreibung auf joinmytrip.com gefunden, in der remote worker gesucht wurden, die sich zusammen eine Villa in Portugal mieten und zwei Wochen lang gemeinsam coworken wollen.

Gesagt, getan! Zwei Tage nach meinem letzten Tag im Büro bin ich in einem Flugzeug am Weg nach Portugal gesessen (Blogpost über coworking in Portugal kommt demnächst!)
Zusammengefasst: Aus diesen 2 Wochen wurden dann über eineinhalb Monate, welche ich an der Algarve in einem Zentrum von digitalen Nomaden verbracht habe. Während dieser Zeit konnte ich viele Leute mit faszinierenden Geschichten kennenlernen. So bekam ich schon nach wenigen Tagen einen Eindruck von einem komplett anderen Lebensstil. Ich musste über meinen bisherigen Verlauf meines Lebens – zumindest arbeitstechnisch – nachdenken und realisierte, dass ich unbedingt daran ändern will. Warum soll man all die Jahre am selben Ort arbeiten und nur ein paar Tage oder Wochen im Jahr an schönen Orten Urlaub machen, wenn man so lang man möchte, an diesen Orten sein kann? Hört sich wie ein Traum an? Nein, es ist ein Lifestyle. Als Webentwickler (genauso aber auch in anderen Berufen) hat man die Möglichkeit, ortsungebunden zu arbeiten, also warum nicht auch nutzen?
Mein Aufenthalt in Portugal was eine optimale Möglichkeit diesen Lifestyle auszuprobieren. Ich arbeitete jeden Tag, aber konnte gleichzeitig die wunderschönen Plätze an der Algarve mit Gleichgesinnten erkunden.
Aus meinem etwas stressigen Alltagsleben kommend, musste ich sogar erst lernen, etwas herunterzufahren und das flexible Leben zu genießen. Aufgrund von Covid wurde mein geplanter Rückflug nach drei Wochen abgesagt und in meinem Kopf war sofort der Gedanke, dass ich sofort einen neuen Rückflug buchen muss. Ständig alles fixiert und geplant zu haben, ist aber nicht immer der beste Weg. Ich fand mit der Zeit heraus, dass ich nicht immer alles durchgeplant haben muss – und es fühlte sich gut an.

Diese Reise war definitiv eine, der besten Entscheidungen in meinem Leben.
Du merkst jetzt wahrscheinlich, wie sehr mich das alles beeindruckt hat. Ich hoffe, dich beim Lesen auch. Ich bin gespannt, was die nächste Zeit bringen wird.
Stay tuned!

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