Warum ich nach Jahrzehnten als Webdesigner den Schlussstrich ziehe
Als Webdesigner, der seit Jahrzehnten mit WordPress arbeitet, habe ich miterlebt, wie das Web erwachsen wurde. Und in all dieser Zeit war klar: Wer einen Online-Shop direkt in WordPress betreiben will, für den führt kein Weg an WooCommerce vorbei.
WooCommerce hat sich über Jahre einen Namen gemacht und ist heute fast synonym mit WordPress e-Commerce. Die nahtlose Integration in das CMS ist bis heute legendär. Während Systeme wie Shopify zwar schick sind und standardmäßig mit einigen Features angereichert sind, lassen sie sich bis heute nicht wirklich „nativ“ in WordPress einbinden – man landet oft bei seltsamen Subdomains oder Umwegen über das Auslesen von Produkten und ausspielen von Produkten und externen Warenkörben.
WooCommerce dagegen war immer „eins“ mit deiner Seite. Es hat Vorteile gebracht, die den Markt revolutioniert haben: volle Kontrolle über die Datenund einen umfangreichen Shop komplett im eigenen Ökosystem zu betreiben. Es war der Standard – doch obwohl WooCommerce grundsätzlich kostenlos verfügbar ist, ist dieser Standard ist teuer erkauft.
Der Preis der Freiheit: Warum WooCommerce „viel Arbeit“ bedeutet
Trotz all der Vorteile, die WooCommerce uns jahrelang beschert hat, müssen wir ehrlich sein: Die Einrichtung und Pflege ist nach wie vor ein Zeitfresser sondergleichen. Wer heute einen WooCommerce-Shop professionell aufsetzt, merkt schnell, dass es mit „Installieren und Loslegen“ nicht getan ist. Es braucht viel Liebe zum Detail und leider auch eine Menge (meist kostenpflichtiger) Plugins um den Shop wirklich einsetzbar zu machen.
WooCommerce: Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile:
- Maximale Kontrolle: Alles gehört dir, alle Daten liegen auf deinem Webserver.
- Riesiges Ökosystem: Es gibt für absolut jedes Problem ein Plugin (oft jedoch kostenpflichtig).
- Rechtssicherheit im deutschsprachigen Raum: Durch Plugins wie Germanized oder German Market ist man mit wenigen Klicks rechtlich abgesichert und der Shop lässt sich damit einfach anpassen.
Nachteile:
- Hoher Wartungsaufwand: Ständige Updates von Core, Theme und Plugins bergen immer das Risiko von Konflikten – vor allem mit mehreren 3rd Party Plugins.
- Performance-Fresser: Die Datenbank bläht schnell auf; ohne teures Hosting und Caching wird der Shop träge – das schlägt sich in der Performance und somit auch im Suchmaschinen-Ranking aus.
- Plugin-Overkill: Basics wie PDF-Rechnungen, Abos oder schicke Checkouts kosten extra Geld und/oder Nerven.
- Stagnation: Die Kern-Entwicklung ist langsam; echte Innovationen kommen meist nur von Drittanbietern.
SureCart*: e-Commerce für WordPress wie es 2026 sein soll
Was mich bei SureCart so begeistert, ist die Geschwindigkeit, mit der das Team liefert. Während man bei WooCommerce das Gefühl hat, auf den nächsten großen Bugfix zu warten, kommen bei SureCart fast wöchentlich oder zumindest monatlich neue Features heraus, die den Workflow vereinfachen. Kürzlich erst wurden die nativen Produkt-Reviews und die verbesserte Conditional Logic für Checkout-Felder ausgerollt – Funktionen, für die man woanders wieder zwei neue Plugins kaufen müsste. SureCart fühlt sich ein wenig wie shopify für WordPress an.
SureCart: Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile:
- Extrem schnell (Headless): Die Shop-Logik läuft extern, wodurch deine WordPress-Seite blitzschnell bleibt.
- Alles-Inklusive-Mentalität: Rechnungen, Abos, Ratenzahlungen und Formular-Builder sind nativ dabei.
- Moderne UX: Der Checkout-Builder ist intuitiv und liefert Ergebnisse, die nach High-End-SaaS aussehen.
- Wenig Wartung: Keine aufgeblähten Datenbanken und deutlich weniger Plugin-Konflikte.
Nachteile:
- Manuelle Rechtspflege: Für den deutschsprachigen Markt (MwSt.-Hinweise etc.) muss man das Setup einmalig händisch im Builder anpassen.
- DSGVO-Ergänzungen: Ein Teil der Daten wird auf den SureCart-Servern verarbeitet (DSGVO-AV-Vertrag nötig). Ebenso musst du deinen Besucher darüber informieren und im Cookie-Banner SureCart als technisch-notwendigen Dienst hinzufügen.
Online-Kurse verkaufen und Automationen im Sure-Ecosystem
Hier kommt der Punkt, der für uns als Webagentur den wirklichen Unterschied macht. Bei WooCommerce basteln wir oft ein „Frankenstein-System“ aus fünf verschiedenen Herstellern zusammen – wir greifen zwar auf bewährte Plugins zu, aber dennoch besteht immer ein Risiko, dass es bei Updates eines Plugins zu Konflikten mit Plugins anderer Hersteller gibt.
Bei SureCart bleibst du in einer Familie eines Herstellers. Um nur zwei der nützlichen Sure-Plugins zu nennen:
- OttoKit* für Automationen: Wer E-Commerce ernst meint, braucht früher oder später Automationen – zumindest erleichtert es die Workflows. OttoKit ist das Gehirn im Hintergrund. Du willst, dass nach einer Bestellung automatisch eine Slack-Nachricht verschickt wird, der Kunde in eine spezifische E-Mail-Sequenz kommt oder ein externes Tool getriggert wird? OttoKit erledigt das nahtlos.
- SureDash für Communities & Kurse: Wenn du Kurse verkaufen oder eine Mitglieder-Community aufbauen willst, greifst du zu SureDash. Es ist die perfekte Ergänzung. Der Vorteil: Die Benutzerverwaltung und die Zugriffsrechte greifen nahtlos in deine SureCart-Verkäufe ein. Kein langes Hin-und-Her-Konfigurieren von Membership-Plugins, die nicht mit dem Shop kommunizieren wollen.
Ja, es sind weitere Erweiterungen, aber sie kommen vom selben Hersteller. Das bedeutet: Ein Update von SureCart wird niemals dein SureDash oder OttoKit zerschießen. Diese Stabilität ist in der WordPress-Welt unbezahlbar.
Was kostet SureCart?
Ein wichtiger Punkt ist das Preismodell. SureCart bietet ein sehr faires Freemium-Modell an.
- Free Plan: Kostet 0€. Ideal für einfache Shops oder zum Testen. Du kannst bereits unbegrenzt Produkte verkaufen, zahlst aber eine Transaktionsgebühr von 1.9% (zusätzlich zu den Zahlungsanbietern wie Stripe/PayPal).
- Pro Pläne (Starten ca. bei $19/Monat): Hier entfallen die SureCart-Transaktionsgebühren komplett. Zudem werden Profi-Features wie Abonnements, Ratenzahlungen, Order Bumps (Zusatzverkäufe im Checkout) und die vollständige Anpassung der Kunden-Dashboards freigeschaltet.
Wenn man bedenkt, dass ein „WooCommerce Subscriptions“ Plugin alleine schon über $200 im Jahr kostet, amortisiert sich SureCart extrem schnell.
Zeit für einen Testlauf?
Versteh mich nicht falsch: WooCommerce wird seinen Platz behalten. Aber für uns Webdesigner & -entwickler, die moderne, schnelle und wartungsarme Lösungen für Kunden suchen, ist SureCart ein Segen.
Ich war selbst skeptisch, ob ich das „bewährte“ System verlassen soll. Aber die Performance-Gewinne und die Ruhe bei der Wartung haben mich überzeugt. Am Ende geht es darum, dass wir uns wieder auf das konzentrieren können, was zählt: Verkaufen und Designen, statt Plugins zu flicken.
Falls du gerade ein neues Onlineshop-Projekt planst oder dich über deinen langsamen WooCommerce-Shop ärgerst: Schau dir SureCart* einfach mal selber an. Manchmal muss man das System unter den Fingern spüren, um zu merken, wie viel einfacher E-Commerce im Jahr 2026 sein kann.
Was denkst du? Bist du bereit für den Wechsel oder hält es dich noch bei WooCommerce? Schreib deine Meinung in den Kommentaren unterhalb!